Wenn Werte lebendig werden – Ausstellung

Ausstellung Wenn Werte lebendig werdenDienstag, 1. März bis Donnerstag, 17. März 2016

Foyer der Universitätsbibliothek Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

Ausgehend von der Revolution in Ägypten 2011 – 2014 haben sich arabischstämmige und italienische Studierende in Mailand auf kreative Weise mit Themen wie Dialog und kulturellem Austausch, Zivilcourage und Solidarität, Sehnsucht nach Freiheit und Freundschaft über Grenzen hinweg auseinandergesetzt.

Eröffnung:

Dienstag, 1. März 2016, 18 Uhr, Kleiner Lesesaal der Universitätsbibliothek Wien

Universitätsring 1, 1010 Wien

Begrüßung und Einleitung: P. Christoph Matyssek, Rektor am AAI-Wien

Festreden:
Petra Ramsauer
, freie Journalistin und Autorin
Wael Farouq, American University Kairo / Katholische Universität Mailand

Führung durch die Ausstellung von Studierenden von „SWAP“

 

Podiumsveranstaltungen

Mittwoch, 2. März 2016, 19 Uhr, Fachbereichsbibliothek Geschichte

Universitätsring 1, 1010 Wien

„Macht Religion heute noch Schule? Welchen Beitrag leisten die Religionen zur Wertevermittlung?“

Khalid El-Abdaoui (Inst. f. Islamische Studien)
Martin Jäggle (Inst. f. Praktische Theologie)
Wael Farouq (Inst. f. Sprachwissenschaft, Mailand)

 

Donnerstag, 17. März 2016, 19 Uhr, Fachbereichsbibliothek Geschichte

Universitätsring 1, 1010 Wien

„Europa im Umbruch. Die aktuelle Migration als Herausforderung an die Gesellschaft“

Ursula Naue (Inst. f. Politikwissenschaft)
Mary Kreutzer (Caritas, Missing Link)
Andreas Babler (Bürgermeister von Traiskirchen)

 

Um Antwort wird gebeten:

E-Mail: a.ingruber@aai-wien.at Tel: 01/31 05 145-211

 

Begleitende Führungen zu thematischen Schwerpunkten

u.a. „Flucht und Vertreibung“, „Zivilcourage und Solidarität“

Mit: Mitgliedern der Ägyptisch-Österreichischen Jugend und

MitarbeiterInnen des  Instituts für Religion und Frieden

Nähere Information und Anmeldung unter:

E-Mail: c.moritz@aai-wien.at Tel: 01/31 05 145-211

 

Europa ist ein gewachsener Raum der Freiheit, der gerade deshalb viele Menschen anzieht, die in ihrer Heimat keine Zukunft mehr hatten oder sahen, um hier einen Neubeginn zu wagen. Die große Aufnahmebereitschaft und spontane Solidarität, mit denen Flüchtlinge und Migranten und Migrantinnen in diesen Tagen in Österreich empfangen werden, zeugen davon und zeigen die Lebendigkeit seiner Zivilgesellschaft. Dass die europäischen Gesellschaften gerade dabei sind, sich dadurch nachhaltig zu verändern, ist allen Beobachtern offensichtlich. Noch steht die Herausforderung, die sie bringt, in der Waage mit den Chancen, die sie birgt. Auf welche Weise wird es gelingen, auch in Zukunft ein gemeinsames Haus zu bauen?

SWAP – Share With All People – steht für eine erfolgreiche Initiative mehrheitlich arabischstämmiger und italienischer Studierender aus Mailand, die den Freiraum des Dialogs für eine kreative Interaktion entdeckt haben und den kulturellen Austausch zur gegenseitigen Bereicherung auf der Ebene der Universität und darüber hinaus pflegen. Zentral ist ihr Wunsch, durch die Freundschaft die sie miteinander leben und zu der sie einladen, die eigenen kulturellen Wurzeln besser zu verstehen, sich von Klischees und Stereotypen zu befreien und ihre Erfahrung in der Begegnung mit dem Anderen – trotz und im Respekt der Unterschiede – nach außen zu kommunizieren.

Aus dieser gemeinsamen Arbeit ist die Ausstellung „Wenn Werte lebendig werden“ entstanden. Ihr Ausgangspunkt ist die Revolution in Ägypten 2011-2014. Hier werden Menschen porträtiert, die für die Hoffnung und den Aufbruch dieser Jahre stehen. Durch Zeugnisse, Poesien, Fotographien und Karikaturen erzählt sie von Begegnungen, die vom Verbindenden trotz der Unterschiede und von Öffnung und Dialog sprechen, von Erfahrungen gegenseitiger menschlicher Bereicherung, die einer tieferen Sehnsucht nach Freiheit, Zivilcourage und Einsatz für das Gemeinwohl den Weg bereiteten. Allgemein spricht die Ausstellung vom universellen Wert des Menschen, unabhängig vom geographischen und historischen Kontext.

Auf Initiative des Afro-Asiatischen Instituts wurde die Ausstellung nach Wien geholt, um hier im universitären Umfeld, in dem dieses Projekt entstanden ist, einen Raum zu schaffen, in dem „Werte lebendig“ und erfahrbar werden, die ein konstruktives Zusammenleben und die Interaktion unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen fördern.